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    »STRAFTÄTER VERÄNDERN« zeigt, was wir unter sozialer Gefängnisarbeit aus christlichem Glauben verstehen, und dass dies anderenorts bereits Realität ist!

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Neue Mitarbeiter beim Engagiertentreffen 2017 in Neumarkt

15 Ehrenamtliche und Haftentlassene trafen sich zum dritten "Engagiertentreffen" in Neumarkt. Dabei wurden drei neue SET-FREE-Mitarbeiter aufgenommen und in ihre Aufgabe eingesetzt.

Gruppenbild vom Engagiertentreffen am 20.05.2017 in Neumarkt

Engagiertentreffen 2016 in Nürnberg

Mehr als 20 Ehrenamtliche und Haftentlassene trafen sich zu einem "Engagiertentreffen" in Nürnberg, um gemeinsam zu planen, in welchen Projekten und Maßnahmen sie sich verstärkt einbringen möchten.

Gruppenbild vom Engagiertentreffen am 24.09.2016 in Nürnberg

Selbsthilfe zur Reintegration von Straffälligen

Bei einer Benefizveranstaltung in Berching stellte der SET-FREE e.V. seine Arbeit vor. Es kamen Verantwortliche der Lokalparteien, der Kirche und ein Vertreter der Polizei.

Der stellvertretende Berchinger Bürgermeister Roland Meier sprach in seinem Grußwort von einem Beispiel von "Solidarität und Subsidiarität". Dekan Richard Distler erzählte von seinem eigenen Engagement als Student für Haftentlassene und Polizeihauptkommissar Reinhard Schön zeigte sich am Ende der Veranstaltung tief beeindruckt von den Ehemaligen, die aus ihrem Leben berichteten. Für die musikalische Gestaltung sorgen die Liedermacher Hubertus und Veelim, die auch für Konzerte im Gefängnis engagiert werden.

 

Ehemalige Straftäter bei Papst Franziskus

Im Dezember 2015 organisierte der SET-FREE e.V. für eine 70köpfige Reisegruppe die Teilnahme an einer Papstaudienz. Darunter waren Ehemalige aus Knast und Szene, Ehrenamtliche und Fachkräfte, die im Bereich Strafvollzug engagiert sind und arbeiten.

Haftentlassene mit auf dem Podium in der Audienzhalle: von links nach rechts:  Moderator, Gabi - Mitglied der Gemeinschaft Papa Giovanni XXIII in Deutschland; Angelika  - Erste Vorsitzende SET-FREE e.V.; Edmund – ehemals inhaftiert, engagiert sich heute für einen Drogenabhängigen; Andreas und Marion – ehemaliger Zuhälter mit seiner Lebensgefährtin, engagieren sich heute für missbrauchte Kinder durch Benefizveranstaltungen und durch Veranstaltungen im Gefängnis; Conny - stellvertretende Vorsitzende SET-FREE e.V.,  Manfred, Carlos, Micha – ehemals inhaftiert, engagiert sich heute für Gefangene, Helmut – ehemals drogenabhängig, engagiert sich ehrenamtlich in der JVA Luckau Duben, Karl-Heinz Peter, Kuno – langjährig drogenabhängig, engagiert sich ehrenamtlich in der JVA Bernau und im Pfarrgemeinderat, Peter – langjährig alkoholabhängig und inhaftiert, engagiert sich bei Gefängniseinsätzen, David – kommt aus der Gruppe von Helmut

SET-FREE e.V. erhält den Aggiornamento Preis

Beim 99. Deutschen Katholikentag 2014 in Regensburg wurde der SET-FREE e.V. für sein Engagement in der JVA Straubing mit dem Aggiornamento Preis ausgezeichnet.

Von links nach rechts: Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer, Angelika Lang (Kriminologin, Dipl. Sozialpädagogin, erste Vorsitzende des SET-FREE e.V.), Conny Schöllkopf (Erzieherin, stellvertretende Vorsitzende), Wolfgang (Entlassener aus der JVA Straubing), Edith Schmid (Ehrenamtliche des SET-FREE e.V.), Günter (Entlassener aus der JVA Straubing)

Angelika Lang, erste Vorsitzende des Vereins, nahm am Samstag den mit 3000 Euro dotierten Aggiornamento-Preis von Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer entgegen. Der vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gestiftete Preis zeichnet Initiativen aus, die einen Bezug zum Leitwort des Katholikentags aufweisen oder sich mit drängenden gesellschaftspolitischen Fragen beschäftigen. "Mit Christus Brücken bauen", so lautete das Motto des diesjährigen Katholikentages. Mit der Auszeichnung des SET-FREE e.V. wurde die Notwendigkeit von Brücken zwischen Strafvollzug und Gesellschaft betont, die mit ausschlaggebend dafür sind, ob eine Wiedereingliederung von Straftätern gelingen kann.

Besonders erwähnenswert ist, dass die Initiative für diese Auszeichnung von Gefangenen der JVA Straubing, einem bayrischen Hochsicherheitsgefängnis, ausging, die seit Jahren vom Engagement der ehrenamtlichen Mitarbeiter profitieren und damit ihre Dankbarkeit ausdrücken wollten. Ein schönes Zeichen für den Verein.

Studienreise zu APAC "Gefängnissen" nach Brasilien

In der Zeit vom 26. bis 31.05.2013 organisierte der SET-FREE e.V. eine Studienreise zu APAC Strafvollzugseinrichtungen in Brasilien.

Die Reisegruppe erhielt von FBAC Mitarbeitern eine Einführung in das APAC Programm. Richter Paulo Carvalho (Zweiter von links) erzählt von seiner anfänglichen Skepsis dem Programm gegenüber. Heute engagiert er sich selbst für die Verbreitung des APAC Programms. Carvalho berichtet außerdem, wie es APAC gelang, die Bevölkerung zu gewinnen. Einer Untersuchung zufolge stehen 55% der Bevölkerung APAC sehr positiv gegenüber und 30% teilweise positiv.

 

Die insgesamt 12 Teilnehmer der Sutdienreise waren sowohl Ehrenamtliche, die in der Gefängnisarbeit engagiert sind, als auch Fachkräfte, die im Bereich Strafvollzug arbeiten. Auf dem Bild von links nach rechts

  • 1. Reihe: Dr. Olaf Heischel (Rechtsanwalt, Vorsitzender des Berliner Vollzugsbeirates -BVB-), Liane Serfas (Übersetzung), Dr. Valdeci Antonio Ferreira (Jurist, Leiter von FBAC Brasilien), Dr. Paulo Carvalho (Richter in Itaúna, Brasilien),  Renate Bittner (Bewährungshelferin in Erlangen)
  • 2. Reihe: Conny Schöllkopf (Erzieherin, Stv. Vorsitzende SET-FREE e.V.),  Angelika Lang (Kriminologin M.A., Dipl. Sozialpädagogin, Erste Vorsitzende SET-FREE e.V.)
  • 3. Reihe:  Alexander Castell (Geschäftsführer von Alpha Deutschland),  Jenny Gumbert (Erzieherin),  Roselinde Bühl (Heilpraktikerin, Ehrenamtliche in der JVA Stadelheim, stellvertretende Leitung im Projekt "Aktivierung" in der JVA Straubing)
  • Letzte Reihe: Dr. Jan Oelbermann (Rechtsanwalt und Mitglied im Berliner Anstaltsbeirat der Berliner Jugendstrafanstalt), Prof. Dr. Helmut Kury (emeritierter Professor der Kriminologie, Psychologe und Gutachter aus Freiburg), Mathias Barthel (Vorstand von gemeinsam für Nürnberg e.V.), Franka Gumbert (Fachkrankenschwester für Forensik, Ehrenamtliche in der JVA Stadelheim), Ingrid Trischler (Dipl. Sozialpädagogin, Erste Vorsitzende des Tabor e.V. und Leitung der Tabor WG für Haftentlassene, Ehrenamtliche in der JVA Stadelheim)

Haftentlassene werden zu einem Kongress im Vatikan eingeladen

SET-FREE konnte erreichen, dass Haftentlassene zu einem Kongress nach Rom in den Vatikan eingeladen wurden.

Im Oktober 2011 hatte der päpstliche Rat für die Förderung der Neuevangelisierung (von Papst Benedikt 2010 mit dem apostolischen Schreiben "ubicumque et semper" ins Leben gerufen) zu einem internationalen Kongress auch eine Gruppe von Ehemaligen (Haftentlassenen) und Ehrenamtlichen des SET-FREE e.V., Emmaus und ALPHA im Gefängnis aus Deutschland und Österreich in den Vatikan eingeladen. 

Nach Aussage der Teilnehmer war es ein sehr bemerkenswertes Treffen, geprägt von Lebendigkeit, Authentizität und Aufbruch, als würde ein frischer Wind durch die alten Mauern Roms wehen. Die teilnehmenden ehemaligen Gefangenen schilderten diese Reise als unvergessliches Erlebnis. Es war nach ihren Worten auch wichtig für sie, dass sie von der Kirche als Menschen anerkannt wurden, die nicht nur etwas empfangen, sondern auch etwas zu geben haben.

Besuch bei Bischof Hanke in Eichstätt

Wir konnten im November 2010 unsere Arbeit bei Bischof Dr. Gregor Maria Hanke OSB in Eichstätt vorstellen. Wir waren zusammen mit ehemaligen Gefangenen zu ihm zum Abendessen eingeladen. Bischof Hanke nahm sich 3 Std. Zeit für diese Begegnung. Besonders berührt hat uns, dass er uns sowohl in seinem Hirtenwort als auch in seiner Videoansprache erwähnt. 

Hier der Text
Hier das Video

Hier ein Auszug aus dem Wortlaut:

Liebe Schwestern und Brüder, vor nicht langer Zeit berichteten mir einige Menschen von ihrem Lebensweg, in den Christus Licht brachte. Eine Gruppe von ehemaligen Strafgefangenen und deren Helfern besuchte mich zu einem geistlichen Austausch im Bischofshaus. Wiederholter Rauschgifthandel und sogar Totschlag waren die Delikte, die zur Verurteilung einiger in dieser Gruppe geführt hatten. Sie berichteten mir, dass sie meist schon als Jugendliche in dunkle Kreise geraten waren. Eine Spirale krimineller Taten hatte sie immer tiefer nach unten geführt. Im Gefängnis hatten sie das Glück, durch den regelmäßigen Kontakt mit anderen tiefgläubigen Menschen ihr Leben hinterfragen zu können. Allmählich wuchs das Verlangen nach einer tiefen Freundschaft mit Jesus und nach dem Weg des Glaubens. In den Gefängnissen, in denen sie einsaßen, hatten sich durch überzeugende Helfer kleine Weggemeinschaften des Glaubens gebildet, in denen man betete, das Wort Gottes teilte und sich auf die Feier der Liturgie vorbereitete. Besonders berührte mich an diesem Abend der Begegnung das Zeugnis eines Mannes, der zu neun Jahren Haft verurteilt war und seit seiner Freilassung schon viele Jahre mit seiner Ehefrau gemeinsam den Weg des Glaubens geht und sich in der Kirche engagiert. Er berichtete, wie befreiend er die Person Jesu und den Glauben an ihn in einer solchen Kleingruppe im Gefängnis erfahren hatte und wie wichtig die Freundschaft mit Jesus Christus, das Gespräch mit ihm sowie die Mitfeier der Eucharistie auch heute noch für seinen Weg in der Ehe ist. Ohne die Begegnung mit Christus hätte er sich aus seiner schlimmen Geschichte nicht lösen können. Die Begegnung mit Christus wurde für ihn zum Licht, das ihm erst den Weg zum anderen eröffnete, zur Erfahrung von Erlösung.

(Foto: pbe)