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Zusammenfassung des Buchinhalts von:
STRAFTÄTER VERÄNDERN
Eine Einführung in das APAC-Programm
Der Autor, Dr. Ottoboni, hat mit Ehrenamtlichen der Gefängnisseelsorge aus dem brasilianischen Sao Jose dos Campos vor über 30 Jahren die "Vereinigung zum Schutz und zur Unterstützung von Strafgefangenen" (APAC) gegründet.
Von dort breitete sich dieses APAC-Programm über Südamerika auf die USA und anderer Staaten aus. Heute wird es bereits in etwa 200 Gefängnissen weltweit in unterschiedlichen Ausprägungen angewendet, die von der Implementierung nur weniger Teilbereiche des Programms bis hin zur vollständigen Selbstverwaltung von Gefängnissen reichen.
Die notwendigen Organisations- und Verwaltungselemente, die sowohl beim Parallelbetrieb in Gefängnissen mit Normalvollzug als auch bei Selbstverwaltungsanteilen nötig sind, wurden auf eine gesetzliche Grundlage gestellt. Somit steht der APAC-Anteil des Vollzugs ebenfalls unter der Kontrolle, aber auch in Verantwortung der Justiz. Inhaltlich wird der gesamte APAC-Vollzug jedoch der Vereinigung überlassen.
Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass durch die Teilnahme an diesem Programm die Rückfallquote der Gefangenen erheblich absinkt und dass es möglich ist, straffällig gewordene Menschen zu bessern und wieder in die Gesellschaft einzugliedern.
Im festen Glauben an diese Besserungsfähigkeit von Gefangenen lautet das APAC-Motto: "Töte das Kriminelle, um den Menschen zu retten".
Grundlegend anders als bei herkömmlichen Vollzugssystemen ist APAC auf der Grundlage des gegenseitigen Vertrauens zum Gefangenen aufgebaut. Dies bildet die Basis des gesamten Programms.
Das christliche Programm setzt auf die Vermittlung menschlicher Werte und hat eine ausgeprägte aber freiwillige christliche Komponente. Besonders symptomatisch sind die starke Einbindung einer großen Zahl ehrenamtlicher Begleiter und Paten aus allen Teilen der Gesellschaft, sowie die Einbeziehung der Familien der Gefangenen und möglichst auch der Opfer. Insgesamt wird eine bestmögliche Beteiligung der Gesellschaft angestrebt, wobei sich auch die Herkunftsgemeinden der Gefangenen engagieren sollen.
Die geeigneten Rahmenbedingungen für eine Besserung sollen den Strafgefangenen in einem abgestuften Vollzugssystem geboten werden, bei dem es wesentlich auf den Vollzugsfortschritt und die Verinnerlichung menschlicher Werte ankommt, aber auch auf die schrittweise und kontinuierliche Reintegration in die Gesellschaft.
Der 'recuperando' (so die APAC-Bezeichnung für einen Gefangenen, der an dem Programm teilnimmt, was so viel heißt wie 'der sich Bessernde') muss sich nach dem Kennenlernen des Programms freiwillig melden, um aus dem geschlossenen Normalvollzug in den geschlossenen APAC-Vollzug verlegt zu werden. Je nach Vollzugsfortschritt und menschlicher Reifung kann er dann in die halboffene und später in die offene APAC-Vollzugsstufe verlegt werden, die beide Voraussetzung für eine Strafaussetzung zur Bewährung sind.
Arbeit ist zwar ein wichtiger und unverzichtbarer Bestandteil auch des APAC-Vollzugs, entscheidender für den Fortschritt ist jedoch das Engagement des 'recuperandos' vor allem im sozialen Bereich (Hilfe gegenüber dem Nächsten und der Gruppe, aber auch Unterstützung der Familie etc.) und bei der Mitwirkung an allen Aus- und Weiterbildungen.
Auch das sich Einlassen auf geistiges und geistliches Wachstum, die Übernahme von Verantwortung (z.B. als Zellenverantwortlicher) und der Aufbau eines engen Vertrauensverhältnisses zu Pateneltern und Ehrenamtlichen fordert den vollen Einsatz des 'recuperandos'.
Barmherzigkeit und Nächstenliebe sind die gelebten christlichen Werte im Umgang miteinander und sollen dem 'recuperando' als bestimmend für das spätere soziale Miteinander in Fleisch und Blut übergehen. Die Pateneltern und Ehrenamtlichen, zu denen die Beziehung auch nach der Entlassung weiter aufrechterhalten wird, leben diese Werte vor. Das revolutionäre Wiedereingliederungs-Programm für Strafgefangene der "Vereinigung zum Schutz und zur Unterstützung von Strafgefangenen" (APAC) wird bereits in etwa 200 Gefängnissen weltweit angewendet. Die Rückfallquote wird dadurch erheblich gesenkt. Das Motto lautet: "Töte das Kriminelle, um den Menschen zu retten". Grundlegend anders als in herkömmlichen Vollzugssystemen bildet gegenseitiges Vertrauen die Basis dieses Programms. Es vermittelt menschliche Werte und hat eine freiwillige christliche Komponente. Außergewöhnlich ist die starke Einbindung vieler Ehrenamtlicher, sowie der Familien der Gefangenen und möglichst auch der Opfer. Die Gefangenen können je nach Vollzugsfortschritt und Reifung erst nach drei Vollzugsstufen auf Bewährung entlassen werden. Entscheidend dafür sind die Verinnerlichung von Werten und das Engagement der Gefangenen, vor allem im sozialen Bereich und bei Bildungsmaßnahmen. Auch das sich Einlassen auf geistiges und geistliches Wachstum, die Obernahme von Verantwortung und der Aufbau eines Vertrauensverhältnisses zu Ehrenamtlichen ist typisch für das APAC-Programm. Barmherzigkeit und Nächstenliebe sind die gelebten Werte im Umgang miteinander und sollen als bestimmend für das soziale Miteinander in Fleisch und Blut übergehen. Die Ehrenamtlichen, zu denen die Beziehung auch nach der Entlassung weiter aufrechterhalten wird, leben diese Werte vor. Wie das aus Brasilien stammende Programm vor allem im deutschsprachigen Raum verbreitet werden soll, erfahren Sie unter www.set-free-network.de. |