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  • Aktuelles

    Freundesbrief 02.2011: Wir blicken voll Zuversicht in das Jahr 2011. Den Schwerpunkt in diesem Jahr werden wir auf Übergangsmanagement und Mitarbeiterschulung legen.

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  • Buchtipp

    »STRAFTÄTER VERÄNDERN« zeigt, was wir unter sozialer Gefängnisarbeit aus christlichem Glauben verstehen, und dass dies anderenorts bereits Realität ist!

    Mehr Infos: APAC

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    FAQs: Wir bemühen uns, all Ihre Fragen rund um das Thema »Strafvollzug« zu beantworten.


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JVA Waldheim

Kontaktdaten

Bärbel Pannewitz

Dr.-Friedrichs-Str. 38

04769 Mügeln

0343 62 13 26 59

E-Mail Kontakt

Die EMMAUS-Gruppe in der JVA Waldheim in Sachsen besteht seit 1993 und wird seither von Frau Bärbel Pannewitz geleitet.

Die Gruppenstunden finden jeden Dienstag von 16.00 bis 19.00 Uhr statt und die Teilnehmerzahl schwankt in etwa zwischen acht und zwanzig, aber auch wenn es mal mehr und mal weniger sind - die Gruppe findet immer statt. Seit 2010 ist als Gruppenbegleiter auch der Leisniger Pfarrer dabei.

Der Ablauf

Nach einem Lied zur Gitarre am Anfang tauschen wir uns in einer Befindlichkeitsrunde über unsere aktuellen Sorgen und Freuden aus und lassen so einander Anteil nehmen am Leben des Anderen. Diese Worte, mit denen wir uns einander öffnen, sollen möglichst unkommentiert bleiben und so bringen wir unser Befinden auch vor Gott.

Danach thematisieren wir eine Bibelstelle, die oft die Gefangenen selbst aussuchen, lesen sie, teilen uns mit, was uns darin angesprochen hat und wenn jeder an der Reihe war, besprechen wir Fragen dazu und diskutieren darüber gerne auch lebhaft. Wenn wir aber erkennen, dass ein aktuelles Problem drängender ist als die ausgesuchte Bibelstelle, dann hat dieses Problem Vorrang.

Am Ende des Bibelteilens und Mitteilens beten wir dann gemeinsam für das, was für die Einzelnen gerade wichtig ist.

Dann ist Pause oder die Möglichkeit zu einem Einzelgespräch. Manchmal braucht es das auch schon gleich zu Anfang und wir können dies anbieten, wenn wir als Leiter zu zweit sind. Nach der Pause trinken wir zusammen Kaffee, wobei auch noch Einzelgespräche möglich sind.

Wir sind stets eine gemischte Gruppe, in der nur selten Gefangene dabei sind, die schon Christen sind und oft sogar noch niemand von Gott oder dem Glauben an lhn gehört hat. So empfinde ich es als SEIN Geschenk, dass es trotzdem immer weitergeht. 

Alle vier Wochen ist dann freitags noch Wort-Gottesdienst und zu den Feiertagen Heilige Messe. Dazu muss man wissen, dass im Jahr 1994 in der JVA Waldheim das erste Mal sein 40 Jahren Heilige Messe gefeiert wurde... 

Erfahrungen

lch bin sehr dankbar für die aktive Beteiligung an den Gruppengesprächen und besonders auch dann, wenn sich z. B. die Probleme zwischen zwei Gefangenen lösen lassen. So konnten sich beim Besprechen der Bibelstelle, bei der es um Hell und Dunkel geht, zwei Teilnehmer versöhnen: Der Eine, der es nie wollte, reichte dem Anderen als erster die Hand und bat um Entschuldigung, die froh und erstaunt angenommen wurde. 

Außer der Gruppenarbeit darf ich auch noch in die Hafträume zum Einzelgespräch zu Gefangenen gehen, die nicht in die Gruppe kommen, aber doch gerne reden möchten. Eine besondere Freude ist auch, dass in den vergangenen Jahren vier Gefangene sich haben taufen lassen.

Leider gibt es auch einige neue Beschränkungen unserer Arbeit, was z.B. Veranstaltungen im Freien betrifft, die wir nicht mehr abhalten dürfen, und auch unser Gruppenraum mit der guten Atmosphäre könnte uns genommen werden. Hoffentlich erhalten wir hier Unterstützung vom Anstaltsbeirat. lch bitte euch auch um euer Gebet für diese Anliegen.


IHM sei Lob und Dank,

Bärbel aus Waldheim